3.

Marktdaten und Marktdatenvalidierung

Marktdaten spielen in fast allen Bankbereichen eine zentrale Bedeutung, da sie z. B. für Barwert- und Liquiditätsberechnungen benötigt werden. Diese sind zentrale Bausteine zur Bestimmung des Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisikos sowie für Buchungen innerhalb des Accountings.

Marktdaten beziehen sich im Finanzwesen auf börsennotierte und gehandelte Daten. Dazu zählen originäre Marktdaten wie Zinssätze, Index-, Aktien-  oder Devisenkurse sowie Rohstoffpreise sowie sich darauf beziehende implizite Volatilitäten. Weiterhin können Marktdaten viele andere Werte umfassen, die als potentielle Underlyings für Derivate in Frage kommen, wie beispielsweise Frachtraten,  Inflation, Geburten- und Sterberate usw.

Marktdaten beziehen sich traditionell auf numerische Preisdaten, die von Handels- und Börsenplätzen gemeldet werden (Capital Markets) , sie unterliegen dynamischen Prozessen und sollten deshalb regelmäßig erfasst und aktualisiert werden. Sie werden nicht nur kurzfristig verwendet, um unmittelbare Entscheidungen über Kauf und Verkauf zu treffen, sondern spielen auch in Form von historischen Marktdaten eine Rolle, um Preistrends zu berechnen. Aufgrund der zentralen Rolle von Marktdaten in nahezu allen Bankbereichen ist eine hohe Datenqualität von entscheidender Bedeutung.

7.

Technische Indikatoren – Übersicht

In der Chartanalyse von Aktien werden technische Indikatoren eingesetzt, um eine bestimmte Kursentwicklung anzuzeigen. Weil es zur Grundphilosophie der technischen Analyse gehört, nur direkte Börsendaten zu verwenden (beispielsweise Kurse), können für Errechnung eines technischen Indikators auch nur solche Daten herangezogen werden. Das Ziel der meisten Indikatoren ist die Anzeige von Kaufsignalen und Verkaufssignalen.Gleitende Durchschnittslinie (GDL)Die gleitende Durchschnittslinie wird mit GDL abgekürzt und gehört zu den Trendindikatoren in der Chartanalyse. Es handelt sich dabei um die (geglättete) Kursverlaufslinie, die dadurch ermittelt wird, dass man die Kurse einer festgelegten Anzahl (zum Beispiel 30, 90, 100, 200) zurückliegender Tage addiert und durch die Anzahl dieser Tage dividiert. Je länger der gewählte Zeitraum ist, desto größer ist die Verzögerung, mit der diese Linie reagiert.

Je weniger Tage für die Berechnung herangezogen werden, umso enger ist der Verlauf der gleitenden Durchschnittslinie an den Kursen entlang. Die GDL verläuft also moderater als der tägliche Kursverlauf – sie hinkt dem Kurs quasi hinterher. Auf diese Weise werden Bewegungen im Kurs geglättet und der Trend wird mit der gleitenden Durchschnittslinie je nach Gefälle oder Steigung erkennbar.MomentumDas Momentum wird anhand der fortgeführten Division des heutigen Kurswertes mit dem vor x Tagen errechnet.

Die Ausprägung der Momentumskurve steht in Abhängigkeit von der verwendeten Periodenlänge (x Tage). Häufig wählen Chartisten für die Berrechnung eine Periode von 20 Tagen aus. Eine Momentumskurve bringt eine Trendumkehrung zum Ausdruck und erlaubt Rückschlüsse über das Tempo und die Kraft der momentanen Kursbewegung. Ein besonderes Merkmal der Momentumskurve ist, dass sie ebenfalls selbst wie ein Chart einer Analyse unterzogen werden kann. – So legen einige Analysten beispielsweise Trendgeraden in die Momentumskurve und erkennen so bei einem Durchbrechen der Trendgerade ein Kaufsignal oder Verkaufssignal.

10

Verwenden Sie die Optionen und Futures

Optionen und Futures sind äußerst vielseitige und flexible Finanzinstrumente. Sie bieten dem Anleger auch in schwierigen Börsenphasen die Möglichkeit, mit relativ geringem Mitteleinsatz Gewinne an Aktien- und Terminmärkten zu erzielen. Doch diese Instrumente stellen hohe Ansprüche an die Sachkenntnis und das Risikobewusstsein ihrer Nutzer. Dieses besonders verständlich geschriebene Buch erschließt die komplexe Materie, von ihren Grundlagen bis zu den fortgeschrittenen Aspekten. Zugleich eignet es sich als Einführung in die Funktionsweise und die Theorie der Kapitalmärkte ein.

Futures dagegen sind Börsenverträge, die beidseitig verpflichtend sind. Die Basiswerte der Futures können Währungen, Rohstoffe, Aktien und vieles andere sein. Es gibt einen genau bestimmten Vertragsgegenstand und ein festgelegter Zeitpunkt für die Lieferung. Dazu kommt eine bestimmte Menge und die Qualität der Ware sowie ein konkreter Preis, der bereits bei Vertragsabschluss festgelegt wird. Man unterscheidet zwischen Finanzterminkontrakten und Warenterminkontrakten. Für den Abschluss von Futures fallen im Gegensatz zu den Optionen keine Kosten an. Rechte und Pflichten tragen Käufer und Verkäufer zu gleichen Teilen.

Eingangs muss erwähnt werden, dass unter Derivate ein Sammelbegriff für Finanzprodukte zu verstehen ist, die wiederum von Wertpapieren abgeleitet werden, wie beispielsweise etwa Optionen und Futures. Unter Futures sind bestimmte Verpflichtungen zu verstehen, zu einem genau definierten Zeitpunkt einen bestimmten Basiswert zu einem im Voraus festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Es muss beachtet werden, dass Futures auch als Börsenkontrakt bzw. als Terminkontrakt bezeichnet werden und verbindliche Börsenverträge zwischen zwei Parteien darstellen.

Futures können als börsengehandelte Termingeschäfte betrachtet werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Verkäufer bei solchen Geschäften verpflichtet ist, den genau bestimmten Vertragsgegenstand in einer bestimmten Menge und Qualität zu einem fixen Zeitpunkt in der Zukunft und ebenso zu einem konkreten Preis zu liefern, der bereits bei Vertragsabschluss festgelegt wurde. Der Käufer wiederum ist zur Abnahme verpflichtet. Dadurch wird ein transparenter Handel aber auch geringere Handelskosten und einen leichten Marktzugang ermöglicht. Nach dem genau bestimmten Vertragsgegenstand, also nach Basiswert, wird zwischen Finanzterminkontrakten und Warenterminkontrakten unterschieden.

In diesem Zusammenhang muss beachtet werden, dass für den Abschluss eines Futures keine Kosten, in Form von Prämien, anfallen. Weiters tragen sowohl Käufer als auch Verkäufer die gleichen Rechte und Pflichten. Daher ist es bei Futures im Gegensatz zu Optionen nicht nötig, einen Ausgleich zwischen den Vertragsparteien zu schaffen. Dennoch müssen die beiden Vertragspartner bei Futures eine Vorschusszahlung leisten, die als Sicherheitsleistung dient. Es ist erwähnenswert, dass diese Vorschusszahlung nur einen Teil des Kontraktwertes beträgt, wobei jedoch auch die Möglichkeit besteht, diese zu erhöhen oder zu verringern. Dieser Betrag wird grundsätzlich vor der Ausführung eines Auftrages in Bargeld oder durch Hinterlegung von Staatsanleihen auf ein Marginkonto eingezahlt. Der Kurs eines Futures unterliegt der freien Preisbildung aus Angebot und Nachfrage an der Terminbörse. Es muss beachtet werden, dass es verschiedene Arten von Futures gibt, wie beispielsweise etwa unter anderem Single-Stock-Futures und Index-Futures. Single-Stock-Futures sind Futures, die als Basiswert eine einzelne Aktie hat. Index-Futures wiederum sind Kontrakte, deren Basiswert ein Aktienindex ist.

2.

Market Data Analysis

SIX Financial Information führt eine Echtzeit-Datenbank zu globalen Marktdaten von über 1000 Wertpapierbörsen und Datenanbietern. Sämtliche Kunden von SIX Financial Information, ob individuelle Vermögensverwalter oder grosse Medienhäuser, vertrauen auf unsere Daten, um sich ein umfassendes Bild der weltweiten Märkte zu verschaffen.

Sie nutzen unsere Erfahrung in der Beschaffung und Konsolidierung von Marktdaten aus der ganzen Welt. Wir pflegen und verbessern unsere Dienste laufend in Abstimmung mit den Entwicklungen auf der Kundenseite
Unser Marktdaten-Service ermöglicht systematische Vergleiche und Analysen einer Vielzahl von globalen Wertschriften. Finanzexperten können die Informationen auf detaillierte Daten wie Handelszeiten und Kursdaten sowie Auftragsbuchdaten herunterbrechen und erhalten so präzise Einblicke in die Marktbedingungen.

Der Zugriff auf den Marktdaten-Service von SIX erfolgt über hochleistungsfähige Feeds, Display-Bildschirme und mobile Plattformen. In Nordamerika, Europa und Asien steht unseren Kunden ein globales Netzwerk an Helpdesks und technischen Support-Mitarbeitenden zur Verfügung.

6.

Theorie und Hintergründe

Technische Indikatoren resultieren aus berechneten Datenreihen, die aus den Ursprungsdaten mit Hilfe von mehr oder weniger komplexen Algorithmen abgeleitet werden.

An der Börse kann trotzdem auch mit Hilfe der Technischen Analyse Geld verdient werden. In der Theorie steht dem die Major-Trend-Theorie (Dow-Theorie) zur Seite. Ihr Erfinder Charles H.Dow hatte die Idee, dass sich die Finanzmärkte in Zyklen bewegen. Er geht davon aus, dass ein Index alle Informationen enthält, die für die weitere Entwicklung des Aktienmarktes wichtig sind. Das Studium anderer Quellen ist nicht notwendig. Die Trendtheorie basiert auf der Annahme, dass sich der Markt in Trends bewegt. Aufwärtstrend bezeichnet man als Bull Market, Abwärtstrend als Bear Markets. Wobei nach der Laufzeit eines Trends zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärtrend unterschieden wird. Ein Primärtrend dauert normalerweise mehrere Jahre, ein Sekundärtrend höchstens sechs Monate, ein Tertiärtrend maximal einen Monat.

Je früher ein Trend erkannt wird, desto besser ist es für den Spekulanten und Investor, der mit dieser Information einen Profit sucht. In der Regel gibt es eine Vorbereitungszeit, meist eine wenig profitable Seitwärtsphase, bis es zum Trendstart kommt. Die Technische Analyse und Formationslehre versuchen nun, Trends an den Finanzmärkten frühzeitig zu erkennen.

Für viele ist die Technische Analyse immer noch etwas Astrologie und Voodoo. Sie hat nie die gleiche Akzeptanz erreicht wie die Fundamentalanalyse. Die beste Fundamentalanalyse greift aber erst, wenn der Markt sie auch zur Kenntnis genommen hat und von ihr überzeugt ist. Dann beginnt der Markt zu kaufen oder zu verkaufen. Genau da setzt die Technische Analyse an. Sie versucht, die Psychologie am Markt zu erfassen. Dies erfolgt in der Regel über drei Zeithorizonte. Die Theorie geht davon aus, dass sich gewisse Formationen ständig wiederholen, was durch das typische Verhalten von Anlegern begründet wird. Am erfolgreichsten lassen sich Entwicklungen im kurz- und mittelfristigen Bereich technisch analysieren, während langfristige Erscheinungen nur bei ausgeprägten Formationen feststellbar sind. Entwicklungen über Jahre sind technisch kaum fassbar und daher Aufgabe der Fundamentalanalyse.

1.

Marktdaten für den Business Plan sammeln

Ein wichtiges Element des Business Plans sind die dort enthaltenen Daten und Fakten. Diese beschreiben das Potenzial und das Volumen des Marktes. Aus diesen Charakteristika kann ich sich ein Investor ein Bild machen, ob der Markt aus seiner Sicht attraktiv erscheint oder nicht. Im achten Teil der Reihe “Mit 30 Tipps zur Selbstständigkeit stellen wir ihnen einerseits vor wie ihr Marktdaten sammeln könnt. Andererseits zeigen wir ihnen für welche Kapitel diese später benötigt werden.

Die gängigste und naheliegendste Quelle ist das Internet. In der Regel sind eine Reihe von Daten und Fakten, die man für die Erstellung des Business Plans benötigt bereits frei verfügbar. Das Zusammentragen kann unter Umständen ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Schneller jedoch allerdings in der Regel mit Kosten verbunden ist die Bestellung von Marktstudien. Auf Internetportalen wie markt-studie.de sind eine Fülle von Studien recherchierbar. Auch als Student hat man keine Möglichkeit kostenlos an diese Studien zu gelangen. Eine dritte und gleichzeit schwierigste Option ist das eigenständige Recherchieren von Daten ausserhalb des Internets. Dieses Bedarf eine Menge Telefonate und einen langen Atem. Dabei ist nicht garantiert, dass die angesprochenen Informationsträger auf die gewünschten Daten zur Verfügung stellen.

5.

Verwendung die besten technischen Indikatoren für Day-trading

Day-trading-Devisenmarkt ist der Prozess der Kauf und Verkauf von Währungen mit dem Ziel, einen Gewinn aus der Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis innerhalb des gleichen Tages. Während technische Indikatoren werden als Werkzeuge für die Vorhersage der zukünftigen Kursbewegung Währungen verwendet definiert können. Es gibt viele Day-trading technische Indikatoren. Beispiele sind Moving Averages, Bollinger Bands, Bull/Bear-Ratio, Candlestick-Charts, Relative Strength Index, Indikatoren, die auf der Grundlage von Dow-Theorie oder Elliot-Wellen-Theorie, Fibonacci-Levels, MACD, TRIX, enge gewichtet, Williams %R Indikator und vieles mehr. Obwohl diese technischen Indikatoren im Devisenhandel verwendet werden können, jedoch müssen Sie leicht ändern sie Inorder zu Profiatble Geschäfte machen.

Die meisten Day-trading technische Indikatoren hat drei Functions–to Sie ein Signal, um ein Signal zu bestätigen und Preisbewegung vorherzusagen, aufmerksam gemacht. Auf diese Weise kann ein Händler nie Handel Gelegenheit oder in Verlust ausgeführt werden, wenn er oder sie die Indikatoren in der richtigen Weise verwenden kann. Der Weg, die Indikatoren gewinnbringend verwenden ist eine Strategie mit mehr als einen Indikator zu einem Zeitpunkt zu entwickeln.

Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) ist ein Trend nach Indikator mißt das Verhältnis zwischen zwei exponentielle gleitende Durchschnitte der Preise. Der MACD den Unterschied zwischen der 26-Periode und die 12-Perioden-EMAs und zeichnet es auf ein Diagramm als die “MACD-Linie”. Dann ist die EMA neun-Periode des MACD selbst gezeichnet, in einem Diagramm als “Signallinie”. Eine Kaufsignal wird generiert, wenn der Signalleitung über die MACD-Linie steigt, und wenn die MACD-Linie der Signalleitung unterschreitet, wird ein Verkaufssignal erstellt.

8.

Futures Bei einem Futures-Geschäft

Bei einem Futures-Geschäft verpflichten sich Käufer und Verkäufer, eine genau spezifizierte Menge und Art von Devisen, Wertpapieren oder Rohstoffen zu einem bereits bei Abschluss des Geschäftes festgelegten Zeitpunkt und Preis zu kaufen bzw. verkaufen. Es handelt sich um Terminkontrakte, z.B. auf Aktienindizes (DAX-Index), eine Bundesanleihe (Bund Future) oder Devisen. Neben den sogenannten Financial Futures gibt es auch Kontrakte auf landwirtschaftliche Produkte, Rohstoffe und Edelmetalle. Mit Hilfe von Futures können Anleger an den Preisveränderungen der zugrunde liegenden Basiswerte (z.B. dem DAX-Index) profitieren, und zwar je nach Positionierung sowohl an steigenden als auch an fallenden Kursen/ Preisen. Es handelt sich hierbei dem Grunde nach um ein Differenzgeschäft, das nicht ausgeübt wird/ werden soll. Heißt, dass der zugrunde liegende Basiswert nicht tatsächlich gekauft wird, sondern später bspw. durch ein gleichartiges Gegengeschäft die gehaltene Position quasi neutralisiert/ ausgeglichen wird. Damit jederzeit eine mögliche Verlustposition aufgrund der laufenden Marktpreisveränderungen ausgeglichen werden kann, wird eine gewisse Sicherheitsleistung (Margin) erforderlich. Diese Margin (eigentlich sind es mehrere Margin-Positionen) wird von einer Bank berechnet und kann börsentäglich angepasst werden. Damit soll die Sicherheit für alle Marktteilnehmer und die jederzeitige Handelbarkeit gewährleistet werden. Futures bieten die Möglichkeit, mit relativ geringem Kapitaleinsatz einen sehr großen Hebel zu bewegen, was naturgemäß von entsprechenden Chancen und Risiken begleitet wird.

Bei einer Kaufoption („Call“) erwirbt der Käufer gegen Zahlung einer Prämie das Recht, innerhalb einer bestimmten Frist eine festgelegte Anzahl von Wertpapieren zu einem festen Bezugspreis zu kaufen. Der Käufer des Calls macht einen Gewinn, wenn am Ende der Optionsfrist der Wertpapierkurs über dem Bezugspreis liegt. Bei einer Verkaufsoption („Put“) erwirbt der Käufer (auch Stillhalter genannt) das Recht, Wertpapiere zu verkaufen und kann so beispielsweise den Kurs seiner Wertpapiere nach unten absichern, ohne auf die Chancen durch Kurssteigerungen zu verzichten. Im Gegensatz zum Future hat bei einer Option der Käufer der Option ein bestimmtes Recht erworben und seine Verluste auf die Höhe der Optionsprämie begrenzt. Auch der Stillhalter kann seine vereinnahmte Prämie ganz oder teilweise wieder verlieren und muss sogar darüber hinausgehende Verluste einplanen. Der Wert einer Option hängt ab von Bezugspreis, aktuellem Wertpapierkurs, Zinsniveau, Laufzeit und Volatilität des Wertpapiers.

01

Futures – unbedingte Terminkontrakte

Futures-Positionen können sowohl netto eine Kaufposition darstellen (Long-Futures-Position), wie auch eine Verkaufsposition darstellen (Short-Futures-Position). Im Gegensatz zum Direktgeschäft, dem Kassageschäft, werden Leistung und Gegenleistung also nicht sofort ausgetauscht, sondern für eine spätere Erfüllung vereinbart.

In einer Long-Futures-Position besteht also die Pflicht (somit natürlich auch das Recht), zum vereinbarten Zeitpunkt die Position zu dem vereinbarten Preis wieder zu verkaufen, ein Gewinn entsteht also (von anderen Einflussfaktoren abgesehen) wenn der Basiswert steigt. In einer Short-Futures-Position wiederum besteht die Pflicht, zum vereinbarten Zeitpunkt die Position zu dem vereinbarten Preis zu kaufen, ein Gewinn entsteht demzufolge, wenn der Basiswert fällt .

Standardisierung und Handel von Futures an Terminbörsen ermöglichen eine Markttransparenz, im Gegensatz zu Forwards, die außerbörslich gehandelt werden und bei denen Kontrakte je nach Bedarf der Beteiligten individuell ausgestaltet werden können. Ein weiterer wichtiger Vorteil eines Future-Kontraktes ist, dass der Kontrakt jederzeit an einen Dritten veräußert werden kann bzw. von einem Dritten erworben werden kann, ohne dass die ursprüngliche Gegenpartei die Einwilligung geben muss. Eine bedeutende Funktion erfüllt hierfür die Clearing-Stelle, die als Zwischenstelle agiert. Durch die schnelle, standardisierte Austauschbarkeit der Kontrakte („Fungibilität“) wird die Basis geschaffen, um sehr liquide Märkte zu schaffen und Transaktionskosten gering zu halten. Dies führt auch dazu, dass über 97% aller Futures-Geschäfte durch entsprechende Gegengeschäfte vor der Fälligkeit glattgestellt werden, so dass es letztlich auch nicht zur Auslieferung eines vereinbarten Basiswertes kommt.

Futures werden aufgrund dieser Vorteile zum einen als Absicherungsgeschäfte genutzt. So kann etwa ein Exporteur sich mithilfe von Devisen-Futures (z.B. Euro/US$) einen Währungskurs sichern, zu dem er seine Produkte in ausländische Absatzmärkte verkaufen kann. Auch ein Landwirt kann sich eine feste Kalkulation sichern, indem er einen Verkaufspreis für seine Ernte im Voraus vereinbaren kann.

4.

Technische Analyse: Die Besten Indikatoren

Wenn Sie sich schon näher mit dem Binäroptionshandel beschäftigt haben, sind Sie bestimmt schon auf die Technische Analyse gestoßen. Technische Analysten befassen sich nur mit Charts und nicht mit fundamentalen Daten. Bei der Technischen Analyse geht es nur um Kurse und Ranges. Es gibt eine Menge verlässliche Indikatoren, die Sie bereits auf Webseiten finden können, die entsprechende Charts anbieten. Ich rede hier von Indikatoren wie MACD, MACD-Histrogramm, Bollinger Bänder, Elliott Wellen, ADX, etc. Diese Werkzeuge helfen Ihnen herauszufinden in welche Richtung sich der Preis bewegen kann.

Lassen Sie uns einige grundsätzliche Indikatoren beschreiben, die Ihnen bei der Technischen Analyse helfen werden. Ich werde hier vor allem die grundsätzlichen Indikatoren ansprechen, über die Sie bescheid wissen müssen bevor Sie sich bereits andere Indikatoren ansehen.

MACD steht für “moving average convergence divergence” und es handelt sich um einen Momentum Indikator. Er hilft Ihnen dabei einen Trend zu erkennen und dessen Stärke zu bestimmen. Ein MACD Graph hat zwei Linien, die aussehen als würden sie sich zusammen bewegen. Das ist die MACD Linie und die “Signal” Linie. Wenn die MACD Linie die “Signal” Linie von oben herab schneidet, haben wir ein Kauf-Signal und wenn sie von unten geschnitten wird ein Verkaufs-Signal. Es ist außerdem wichtig zu erwähnen, dass es sich bei dem Graphen auf dem MACD aufgetragen ist um ein Null-Level handelt. Wenn MACD unter die Null-Linie fällt haben wir ein Signal, das auf einen Wechsel im Momentum hindeutet. Das Gegenteil ist der Fall wenn sich MACD über der Null-Linie bewegt.

Moving Averages ist das nächste Werkzeug auf das viele Technische Analysten zurück greifen. Moving Averages (oder zu deutsch, gleitende Durchschnitte) zeigen dem Trader wo das Momentum liegt. Außerdem zeigen sie Bereiche für mögliche Unterstützungs- und Widerstandslinien und die aktuelle Stärke des Trends. Die beliebtesten Moving Averages sind 50 und 200 Tage. Diese zwei Moving Averages repräsentieren langfristige Änderungen im Trend. Was ich damit sagen möchte ist, dass wenn der 50 Tages Durschschnitt unter den 200 Tages Schnitt fällt, wir ein bärisches Signal auf die lange Sicht haben. Umgekehrt liegt ein bullisches Signal vor wenn sich der 50 Tages Durchschnitt über dem 200 Tages Schnitt liegt. Je nach Ihrem Zeithorizont können Sie den Wert des Moving Averages zu kurzfristigeren Signalen ändern.

Ab sofort sollten Sie eine generelle Idee haben wie MACDs und Moving Averages funktionieren. Diese Konzepte zu beherrschen wird Ihrer Trading Performance einen starken Auftrieb geben. Während diese beiden als Indikatoren angesehen werden, muss ich jetzt noch über zwei wichtige Signale sprechen: Unterstützung und Widerstand.